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Giulio Cesare in Egitto Georg Friedrich Händel (1685 - 1759) |
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Deutsche Oper am
Rhein Düsseldorf
Regie: Hansgünther
Heyme |
Schwetzinger Festspiele Premiere: 25.4.1993 Komische
Oper Berlin Regie:
Harry Kupfer |
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Pressestimmen: |
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| Opernwelt, März 1989: | |
| "Das Ereignis der Aufführung ist das Rollendebüt von Jochen Kowalski in der Titelpartie, eine in Stil und musikalischer Kultur großartige sängerische Leistung. Die Stimme hat ein "heroisches" Timbre hinzu gewonnen, dennoch an Leichtigkeit nichts eingebüßt, sie klingt ausgeglichen und gut geführt. Die Resonanz im Publikum machte deutlich, dass man mit dieser künstlerischen Präsenz und sängerischen Virtuosität auch in einer barocken Oper heutzutage den gleichen Erfolg erzielen kann wie in einem Repertoirestück." | |
| Der Morgen, 27.3.1989: | |
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"Szenenapplaus nach jeder Arie, Ovationen am Ende und wohl jedes Mal ein
Rosenstrauß für den unbestrittenen Stargast der Deutschen Oper am Rhein:
Der inzwischen weltbekannt gewordene Countertenor Jochen Kowalski
(Komische Oper) wird nun auch in der geschäftigen Metropole des BRD-Landes
Nordrhein-Westfalen enthusiastisch gefeiert. Sein Düsseldorfer Debüt in
der stimmlich und darstellerisch furios bewältigten Titelpartie von Georg
Friedrich Händels "Julius Caesar" ist ein schöner neuerlicher Beleg seiner
außergewöhnlichen künstlerischen Meisterschaft. Und dafür gibt es gute
Gründe! Denn kein Zweifel, hier kommt einiges glücklich zusammen - der
ganz sicher wichtige persönliche Erfolg, die Erweiterung des durchaus
singulären Rollen-Repertoires um eine weitere wesentliche und anspruchsvolle Aufgabe sowie die markante gesangliche Profilierung einer
ansonsten recht strittigen, weil konzeptionell unentschiedenen Aufführung.
Staunenswert, wie Kowalski sich von der vorherrschenden szenischen
Betulichkeit, von ihren aufgesetzten metaphorischen Spielereien und
bildlichen Inkonsequenzen abhebt; wie er in der besuchten (und wiederum
ausverkauften) Vorstellung den emotionalen Wechselbädern des in Ägypten
von allerlei staatspolitischen und menschlichen Problemen heimgesuchten
römischen Potentaten unverwechselbar Charakter und Stimme verleiht. Tut's mit unvergleichbarer sängerischer Bravour und maßvoller, sensibler, doch außerordentlich intensiver Agilität in Gestus und Mimik, durchmisst mit diesem so wundersam leicht, schlackenlos, hochkultiviert und ungekünstelt, elastisch und klar strömenden männlichen Alt in den sieben feinsinnig ausgezierten Caesar-Arien alle Gefühlswelten und Affekte des Helden: Zorn und List, Siegesgewissheit und Trauer, sein Staunen vor der Natur. Eine exzellente, singschauspielerische Leistung, reich schattiert und von figurativer Prägnanz!" |
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| Thomas Luys, Opera 02/1989: | |
| "The casting of the title role in Giulio Cesare (February 11) can only be described as sensational. The singing of the 35-year-old counter-tenor Jochen Kowalski (a member of Harry Kupfer's ensemble at the Komische Oper in East Berlin) was stylistically perfect, while deliberately at variance with traditional interpretation. Skilfully measured vibrato and lively diction enlivened the florid Baroque singing to a hiterto unfamiliar degree, and even endowed it with erotic piquancy. As this dramatically virile and pleasant-looking singer will sing Orpheus with the Berlin Komische Oper at Covent Garden in August these paeans of praise can soon be put to a test." | |
| ???, Mai 1993: | |
| "Lebendiges
Theater für unsere Zeit zu machen ist Kupfers Anliegen, und das gelingt.
Händels Opulenz bringt er in modernen Bildern auf die Bühne, in bewährter
enger Zusammenarbeit mit dem Bühnenbildner Hans Schavernoch und der
Kostümbildnerin Eleonore Kleiber, die eine prächtige, flexible Ausstattung
zur Verfügung und auf eine extra eingebaute Drehbühne stellten ... Der Countertenor Jochen Kowalski gibt einen selbstverliebten, entschlusslosen, aber machtbesessenen Caesar, dessen Erfolge allein Fortuna zuzuschreiben sind. Kowalski ist schlicht die Idealbesetzung für diese Rolle. Seine elegante Stimme mit makellosem Timbre und großer Modulationsfähigkeit klingt in allen Lagen seidig glänzend, selbst in kraftvollen Ausbrüchen bleibt sie immer perfekt kontrolliert und ohne jede Schärfe." |
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| Opernwelt, Juni 1993: | |
| "Jochen Kowalski in der Titelpartie ist ein Ereignis für sich, sowohl was seine sängerische Brillanz wie auch seine darstellerischen Fähigkeiten, seine sichtliche Freude am Spiel, die volle Identifikation mit dem Regiekonzept betrifft." | |
| Opera Now, 1993: | |
| "Harry Kupfer's staging of Handel's Julius Caesar (in German) at the Komische Oper was sheer entertainment: a tour-de-force of energy, delivered by a company trained to give over 100 per cent. Designer Hans Schavernoch threw in just about everything conceivable, from Venetian blinds, rickshaws to Blue Movies, but the effect was cumulative and powerful. Jochen Kowalski sang the title role as if it had been written for him." | |
| Opera, 4/1993: | |
| "This was very much Jochen Kowalski's show: he started as a rather blasé playboy type of Caesar, only to become ever more enraptured by the charms of Cleopatra (especially in his opium dreams during "V'adoro pupille") and end up as a deeply smitten man, almost another Aeneas - an Orfeo Romano, so to speak, who bewitched everybody through the sheer sensuality of his decorative singing." | |
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