Jochen kowalski


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Pastorelle en Musique

Georg Philipp Telemann (1681 - 1767)

 

 

Premiere: 16.1.2004
Komische Oper Berlin

Inszenierung: Vegard Vinge
Musikalische Leitung: Florian Heyerick

 

 
Pressestimmen:
 
Kai Luehrs-Kaiser, Berliner Morgenpost, 18.1.2004:
"Eine Berliner Legende badet im Jungbrunnen"
Zu früh für Abgesänge. In diesem Monat wird Jochen Kowalski 50. Seinem Hause, der Komischen Oper Berlin, bescherte er in der Vergangenheit mit 'Giustino' und 'Orpheus' einige der größten Erfolge nach Felsenstein. Bis heute ist er der wohl einzige Superstar, den die drei Berliner Opernhäuser hervorgebracht haben - und der hauptsächlich in seiner musikalischen Heimat wirkte. ...
Jetzt ist Jochen Kowalski wieder da. In Telemanns mit dem Archiv der Sing-Akademie nach Berlin zurückgekehrter 'Pastorelle en musique' steht er zwar nicht im Zentrum. Doch als liebesglücklicher Schäfer Amyntas gelingt ihm im Meistersaal (in einer Produktion der Komischen Oper) ein so vorbildliches Beispiel sängerischer Ökonomie und Finesse, dass man fast  einen neuen Kowalski zu hören glaubt: mit zwitschernder Restsüße in jubelnden Höhen, mit Reife und gestalterischer Überlegenheit - und gesegnet mit dem immer noch dramatischsten Countertenor von allen. In Vegard Vinges Inszenierung tummelt sich Kowalski inmitten eines Jungbrunnens unverbrauchter Sänger - und kann sich hier gut behaupten. ...
Das Orchester der Komischen Oper spielt fein gepfeffert und kompakt, aber ebenso klangschön und flexibel (Dirigent: Florian Heyerick). ..."
B.Z., 18.1.2004:
"Kowalskis Schäferstündchen"
Eines vorweg: Telemanns Musik ist ein Traum! Welch großes Glück,, dass sein Singspiel 'Pastorelle en musique', um 1713 komponiert, vor einem Jahr im Archiv der Berliner Singakademie entdeckt wurde. Und wie schön, dass es nun von jungen Sängern in Bestform und glänzenden Musikern (Leitung: Florian Heyerick) im Meistersaal uraufgeführt wurde. ...
Kowalski, der Star des Abends, hielt sich jedenfalls sichtlich zurück. Er sang geradeaus, und das war auch gut so."
Jan Brachmann, Berliner Zeitung, 19.1.2004:
"... Was der junge norwegische Regisseur Vegard Vinge dem Stück abzugewinnen suchte, verfing sich oft im Gerümpel einer vollgepfropften Bühne. Die übergreifende Idee jedoch war recht anrührend und klug: Das Schäferidyll erfüllt sich, indem es Wirklichkeit wird durch eine Natur, die an menschlichem Leben wenig Interesse zeigt.
Vinge hat einen Sturz aus dem Himmel auf die Erde, aus der Überfluss- in die Armutsgesellschaft inszeniert, hat barockes Theater gemacht, ohne die Fabel platt zu illustrieren, hat ein Schäferspiel dekonstruiert, ohne es dumm dastehen zu lassen. ..."
Neue Musikzeitung, 19.1.2004:
"Ein nahezu zwei Jahrhunderte altes Werk von Georg Philipp Telemann hat am Freitagabend in Berlin seine szenische Erstaufführung erlebt. Unter der Stabführung des Belgiers Florian Heyerick wurde das Schäferstück 'Pastorelle en musique' von etwa 1713 in erster Linie ein musikalisches Ereignis, dies auch durch die Mitwirkung des Altus Jochen Kowalski als Schäfer Amyntas."
Lorenz Tomerius, Nürnberger Nachrichten, 20.1.2004:
"Betörende Schäferspiele in barocker Brillanz"
 ... Groß auch die Zustimmung für eine musikalisch hochkarätige Wiederentdeckung: Georg Philipp Telemanns 'Pastorelle en musique'. Mit Archivmaterial der Berliner Singakademie nach Russland geraten, in Kiew entdeckt, wird das zu einem Hochzeitsfest komponierte Schäferspiel erstmals nach der Uraufführung vor 275 Jahren wieder szenisch gegeben. ...
Regie-Unüberlegtheiten bringen die Studio-Produktion der Komischen Oper mit Telemanns Schäferspiel unnötig ins Schleudern. Der Auftakt der Konkurrenz fand im Meistersaal statt, ein Bau aus der letzten Jahrhundertwende, in dem einst Meisterbriefe verliehen wurden. Später entstanden dort Studioaufnahmen mit David Bowie, Hildegard Knef, Rudolf Schock oder Zarah Leander, denn der holzgetäfelte, goldverzierte intime Saal ist berühmt für seine Akustik.
Die beflügelt jetzt unter Florian Heyerick auch die temperamentvolle Vielfalt der Musik des 31-jährigen Telemann. Junge Sänger brillieren darin mit Eifer. In ihrer Mitte als Mentor Jochen Kowalski, der jetzt seine 20-jährige Zugehörigkeit zur Komischen Oper feiern kann. ..."
Albrecht Thiemann, Märkische Allgemeine, 20.1.2004:
"Schäferstunde für junge Talente"
Tja, die Sache mit Arkadien ist irgendwie zu schön um wahr zu sein. Liebreizende Schäfer und Schäferinnen, pausbäckige Putti, ein allzeit schussbereiter Amor - das gibt's doch gar nicht, hämmert uns der norwegische Jungregisseur Vegard Vinge ein. Folglich schaut auch das von Nicole Riegel auf die Minibühne des Berliner Meistersaales gebaute Pappmachéparadies etwas gezaust aus. Rokokofummel und Perückenpracht scheinen gleichfalls nur dazu da, irgendwann abgestreift zu werden. ...
Mit dieser Ausgrabung stellt die Komische Oper nun das dritte Projekt ihrer zu Beginn der Spielzeit 2002/03 initiierten Studio-Reihe vor, in deren Rahmen Nachwuchskräfte die Bühnenpraxis unter Realbedingungen testen können. ... Eine Idee, die nicht zuletzt einen Star des Hauses an der Behrenstraße überzeugt: Beim Schäfervolk in Telemanns Pastorale mischt auch Jochen Kowalski mit. Eine noble Geste - vor allem an die jugendlichen Vokalsolisten Evelien Asberg, Gudrun Sidonie Otto, Ingolf Seidel und Kerem Kurk."

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