Jochen kowalski


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Saul

Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)

 

 

Premiere: 2.5.1999
Komische Oper Berlin

Inszenierung: Anthony Pilavachi
Musikalische Leitung: Alan Hacker

 

 
Pressestimmen:
 
Berliner Morgenpost, 4.5.1999:
"Kowalski, heimgekehrt in sein Stammrepertoire, zeigt alle Singfinessen mit vokalem Feinschliff betörend vor. Er singt delikat, tonschön und schmiegsam. Lange schon nicht mehr hat man ihn derart mit höchstem künstlerischem Bedacht formulieren gehört. Von Kopf bis zum nackten Fuß ist er hingebungsvoll ernsthaft und hält sich aller Singkoketterie fern."
B.Z., 4.5.1999:
"In einem halbwegs schönen, etwas geschmäcklerischen Bühnenbild erleben wir einen makellos schönen Chor in fuchsien-farbenen Kostümen, fabelhaft einstudiert von Peter Wodner. Das Orchester (Leitung Alan Hacker) spielt barocken Strahl-Klang, die Stimmen glänzen. Allen voran Jochen Kowalski, vor allem, wenn er melancholisch wird. Wer ihn hört, wie er den Tod Jonathans beklagt ("Viel mehr als Frauenliebe war Deine Liebe mir"), der fragt sich allerdings auch nach der verborgenen Geschichte der beiden. Manch Kenner meint sowieso, dass das Werk eigentlich "David und Jonathan" heißen sollte."
Der Tagesspiegel, 4.5.1999:
"... David will das Schwert zurückgeben und muss es dennoch annehmen nebst dem Königsmantel, denn Ungehorsam verliert den Schutz Gottes. Dieser inszenierte Schluss einer versuchten Wehrdienstverwei-gerung steht für die eindringlichen Momente der Aufführung, denn er schlägt den Bogen zu der ersten Arie Davids, in der sich die Bescheidenheit des Jünglings spiegelt: "O Herr, dein Lohn erfüllet mich mit Glück..., denn jeder fromme Jude weiß, nur Gott gebührt der Siegespreis." Das Haus bietet für die Rolle seinen Star Jochen Kowalski auf, und es ist der Lauf der Welt, dass nicht mehr jeder Ton des Altus wie von selbst strömt. Trotzdem fasziniert der Gesang bis zur letzten Klage um den gefallenen Freund Jonathan und dessen Vater Saul, und die musikalische Individualität macht es unmöglich, von Jochen Kowalski nicht gefesselt zu sein. Er singt auch noch bewundernswert, wenn die Regie es will, dass er dabei auf dem Rücken liegt, von der Liebe zu der "süßen" Saul-Tochter Michal."
Die Welt, 4.5.1999:
"Hacker, an den Rollstuhl gefesselt, erweist sich dirigierend als ein wahres Energiebündel, das seine Anregungen und seine Aufrufe zur musikalischen Sorgfalt nach allen Seiten verstrahlt. Unter seiner Leitung ersingt sich Jochen Kowalski als David ein kostbares Comeback in seinem altangestammten Repertoire, stilrein, vornehm und mit schlanker, geschmeidiger Stimme."
Mitteldeutsche Zeitung, 5.5.1999:
" Wirklich zu überzeugen wissen allein die gefeierten Solisten Romelia Lichtenstein als hochdramatische Intrigantin Merab und Jochen Kowalski, dem eine gesanglich wie darstellerisch sensible Charakterstudie des zwischen Naivität und Pflicht schwankenden David gelingt - neben den ungemein intensiven, hervorragend disponierten Chören (Einstudierung: Peter Wodner) als eigentlichem Hauptakteur des 'Operatoriums'."
Süddeutsche Zeitung, 7.5.1999:
"Bleibt als musikdramatischer Hauptgewinn der Aufführung Jochen Kowalskis brillanter David, der vor allem im zweiten Teil mit Spielkonzentration, vokaler Schönheit und hochmusikalischer Nuancierungskunst fasziniert."
Märkische Oberzeitung, 6.5.1999:
"David ist Jochen Kowalski, der Altus-Star des Hauses, das ihm bei internationaler Karriere nach wie vor Heimat ist. Er singt mit beseelter Noblesse, spielt jugendlich keck den Hirtenbub mit der Schleuder, flirtet den Liebhaber hin, gewinnt Nachdenklichkeit beim Konflikt zwischen Kriegsnotwendigkeit und Friedensliebe und wird ergreifend beim endlichen Klagegesang auf den Freund."
Opernglas, Juni 1999:
"David, den Helden wider Willen, singt Jochen Kowalski, seines Zeichens Altus und nach wie vor ein Star seines Stimmfaches. Artifiziell klingt zwar auch seine Stimme, doch im Unterschied zu vielen seiner Fachkollegen strahlt sie bei ihm eine bemerkenswerte Natürlichkeit aus. Dabei strömt sie inzwischen nicht mehr so üppig, wie vor Jahren, doch technisch souverän, überzeugt Kowalski nach wie vor mit seinem weichen, abgerundeten Timbre. Er spielt den siegreichen Jungen aus dem Volk mit großen Kinderaugen. Als er am Ende die Leinenkluft gegen eine schwarze Uniform getauscht hat und die Macht übernehmen soll, gibt er sich für einen Moment als pazifistischer Zauderer, der das Schwert nicht nehmen will. Doch das Volk drängt ihn und lässt ihm keine andere Wahl."

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