Jochen kowalski


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Stars go Swing

19. Oktober 2007
Staatstheater Darmstadt

 

Jochen Kowalski

THE CAPITAL DANCE ORCHESTRA
David Canisius, Solo-Violine und Musikalische Leitung
Reinald Ross, Etien Meneri, Violine
Harald Bendzko
, Tenorsaxofon und Klarinette
Robert Mudrinic, Gregoire Peters, Altsaxofon und Klarinette
Semion Barlas, Oliver Walter, Trompete
Dieter Czerwiak, Posaune
Michael Brand, Gitarre und Banjo
Michael Rowalska, Schlagzeug
Otwin Zipp, Bass und Tuba
Felix König, Klavier

 

PROGRAMM:

Benny Moten
"Moten Stomp" (1927)

R. Freed / A. Goodhart
"Who walks in when I walk out?" (1933)

Gerhard Mohr
"Orientexpress" (1933)

Peter Igelhoff / Adolf Steimel
Wir machen Musik" (1942)

Theo Mackeben
"Bel Ami" (1939)

Peter Kreuder
"Für eine Nacht voller Seligkeit" (1940)

Wingy Manone
"Sun Sue Strut" (1924)

Hoagy Carmichael
"Stardust" (1927)

Fletcher Henderson
"Stampede" (1937)

Wassili Pawlowitsch Solowjow-Sedoj
"Potomu schto my piloty" (1945)

Jerzy Petersburski
"Utomljonnoje solnze" 

Matwej Isaakowitsch Blanter
"Spakoinoij Notschij" (1935)

Isaak Ossipowitsch Dunajewskij
"Serdze" (1934)

Joseph Garland
"Serenade to a savage" (1939)

 

PAUSE

 

Ray Colignon
"Introducing Mr. Basie" (1940)

Mort Dixon
"Did you mean it ?" (1934)

Duke Ellington
"Caravan" (1937)

Kurt Weill
"Die Ballade von Mackie Messer" (1928)

Harry Warren
Chattanooga Choo- Choo (1941)

Irvin Berlin
"Cheek to cheek" (1935)

Sholom Secunda
"Bei mir bist Du schön" (1932)

Cole Porter
"Night and Day" (1933)

Naret / Bens
U-Bahn Fox (Metro Stomp) (1942)

Franz Doelle
"An einem Tag im Frühling" (1933)

Werner Richard Heymann
"Das gibt´s nur einmal" (1931)

 

ZUGABEN:

Ralph Maria Siegel
"Sing ein Lied, wenn Du mal traurig bist"

 

PRESSE:

Noblesse in allen Stilen
Unterhaltung: Startenor Jochen Kowalski unternimmt Ausflüge in die leichte Muse

"„Sing ein Lied, wenn du mal traurig bist“, tiriliert Jochen Kowalski. Es ist die Zugabe des berühmten Countertenors am Ende seines Gastspiels „Stars go Swing“ mit dem Berliner „Capital Dance Orchestra“ am Freitagabend im Großen Haus des Staatstheaters Darmstadt. Nun hat Jochen Kowalski wahrhaftig keinen Grund, traurig zu sein: Der von der Komischen Oper Berlin zu Weltruhm aufgestiegene Sänger feiert mit seiner ausdrucksstarken, noblen Altstimme auf den weltweit bedeutendsten Opernbühnen große Erfolge, etwa mit Händel-Opern in Hamburg und Paris, mit Monteverdi bei den Salzburger Festspielen, Brittens „Sommernachtstraum“ in Frankfurt, Dresden und London oder als Prinz Orlofsky („Fledermaus“) an der Wiener Staats- und Volksoper und an der New Yorker Metropolitan Opera – Partien, die er mit einem Höchstmaß an Authentizität zu vermitteln versteht.
Doch auch bei seinem Ausflug ins leichte Fach fühlt er sich offensichtlich wohl. Als waschechter Berliner hat er ohnehin Erfahrung mit genre-typischer Liedliteratur, vor allem aus Ufa-Filmen der Zwanziger- bis Vierzigerjahre. „Wir machen Musik“ (Peter Igelhoff), „Bel ami“ (Theo Mackeben) und „Für eine Nacht voller Seligkeit“ (Peter Kreuder) sind ihm willkommene Schmankerl bei seinem Cross-over-Spaziergang. Bei „Cheek to cheek“ (Irving Berlin) fühlt er sich wie im Himmel. Opernhafte Posen und exaltierte Gesten begleiten „Bei mir bist du schön“ oder Cole Porters smartes „Night and Day“. Im samtweichen Operettensound versichert er schließlich: „Das gibt’s nur einmal“. Und damit hat er recht. Denn es ist einmalig, wie er diese Songs mit seiner kristallklaren Altstimme serviert, schlackenlos und hochkultiviert. ...
Mit zum Besten gehörte ... Brecht/Weills Ballade vom „Mackie Messer“, von Kowalski vornehmlich mit seiner baritonalen Naturstimme gesungen, und hörenswert waren drei im russischen Original vorgetragene Swing-Titel aus Tonfilmen der ehemaligen Sowjetunion. Jochen Kowalski hat die hübschen Lieder beim Bummel über einen Trödelmarkt in Moskau entdeckt. Passgenau entstanden Arrangements für „The Capital Dance Orchestra“, dreizehn Berliner Musiker, die sich zu einem der besten Tanzorchester zusammenfanden und einen ungemein zündenden Swing hören lassen. Der Rhythmusgruppe (Klavier, Bass, Gitarre, Schlagzeug) stehen drei tonlich klar abgegrenzte Sektionen in Terzett-Formationen gegenüber: Saxofone/Klarinetten, Violinen, Blechbläser. Die „Capital-Dance“-Herren präsentieren mit Fox, Charleston und Tango die Modetänze der Zwanziger. Sie sprinten mit Volldampf durch „Moten Stomp“, „Orientexpress“, „Stampede“ oder „Caravan“, perfekt musizierte, für knappe Soli Raum gebende Standards, glatt poliert durch raffinierte Bearbeitungen, geleitet von David Canisius, einem Lead-Geiger fernab von André-Rieu-Schmalz, dafür beflügelt von der Spielfreude eines Helmut Zacharias."
Darmstädter Echo, 22.10.2007

 
 
 

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